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Die Leistungen: DEKRA-Zertifizierung nach DIN EN 12642 XL

 Artikel in der Dekra-Zeitung

Am 11. Januar 2008 wurden bei uns statische Druckversuche an einer Wechselbrücke mit seitlicher Plane durchgeführt. Die Wechselbrücke ist ähnlich aufgebaut wie der Curtainsider, der auch Gardinenzug oder Tautliner genannt wird.
Es handelt sich um eine Konstruktionsart ohne feste Seitenwände. Im Sprachgebrauch wird diese Konstruktionsart "Aufbau mit seitlicher Schiebeplane" bezeichnet. An den Längsseiten ist der Aufbau mit je einer Planenkonstruktion ausgerüstet, die in vertikaler Anordnung thermisch aufgebrachte
Gurtverstärkungen haben. Jeder Planengurt wird mit einem Haken in eine Schiene am Fahrzeugboden eingehängt.

Die Vorteile des Curtainsiders liegen in der Gewichtsersparnis beim Leerfahrzeug und in der Zeitersparnis beim Be- und Entladen.
Die Nachteile des Curtainsiders bestehen in der häufigen Fehleinschätzung der erforderlichen Ladungssicherungs-maßnahmen. Im Transportgewerbe wird vielfach die Meinung vertreten, dass die seitliche Schiebeplane als alleinige Ladungssicherung ausreicht. Aus Sicht der Ladungssicherung
liegen jedoch die Nachteile dieser Planen in ihrer Fexibilität.

Das Problem eines einfachen Standard-Curtainsiders oder der hier in Rede stehenden Wechselbrücke liegt darin, dass der Fahrzeugaufbau in seiner Gesamtheit für die formschlüssige Sicherung der Ladung zu instabil ist. Der gesamte Aufbau des einfachen Standard-Curtainsiders kann daher nur als eine Art Wetterschutz betrachtet werden!

Ist der gesamte Aufbau wiederum nur ein Wetterschutz, muss die Ladung mittes Ladungssicherungsmittel entsprechend gesichert werden, d.h. Direkt- oder Niederzurren der Ladung ist erforderlich, um Verschiebungen der Ladung auf der Ladefläche auszuschließen.

Als weiteres Problem ist hier die Instabilität verschiedener Ladegüter zu nennen. Weichstoffe wie z.B. Baumwolle, Dämmstoffeoder Autoreifen aber auch Getränkekisten können nicht ausreichend verzurrt bzw. gesichert werden, so dass der gesamte Fahrzeugaufbau die Sicherung der Ladung übernehmen
muss.

Da unsere Firma u.a. die o.g. Ladegüter (Autoreifen und Dämmstoffe) transportiert, musste im Nachgang die Aufbaufestigkeit nachgewiesen werden. Grundlage dazu war die vor ein paar Jahren entworfene DIN EN 12642. In dieser Normwird einmal die Mindestfestigkeit eines Aufbaus, genannt (Code L) sowie der verstärkte Aufbau nach Code XL erläutert.
In der Code L - Variante muss die Ladung dennoch gesichert werden, während bei einem verstärkten Aufbau (Code XL) dieser die Sicherung der Ladung übernimmt, sofern formschlüssig verladen wurde. Ein verbesserter Standard-Curtainsider (Mindestfestigkeit nach Code L) ist von seiner Gesamtkonstruktion her belastbarer als ein einfacher Standard-Curtainsider. Dieser Aufbau ist in der Lage, einen gewissen Anteil zur Ladungssicherung beizutragen.

Der verbesserte Standard-Curtainsider ist die Vorstufe zum verstärkten Curtainsider gemäß der DIN EN 12642 Code XL. Dieser verstärkte Aufbaubau, dessen Eigenschaft letztendlich bei unserem Unternehmen nach Durchführung der statischen Druckversuche nachgewiesen wurde, kann bei formschlüssiger
Verladung die Sicherung der Ladung bis zu einer bestimmten Nutzlastgrenze übernehmen.
Am 11. Januar 2008 wurde eine Wechselbrücke, ein Aufbau mit seitlicher Schiebeplane, geprüft. Die sogenannte Luftsackpüfung erfolgte an der Stirnwand, der Seitenwand und am Heckportal. Da sämtliche Wechselbrücken identisch gebaut sind, gilt das Zertifikat für die gesamten Wechselbrücken mit eben dieser Bauform.

 






 

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